Windows NT Server 4.0
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Inhalt:
Mindest-Voraussetzungen für Windows NT Server 4.0:
-
125MB freier Platz auf der Festplatte, genauer Wert abhängig von
Clustergröße.
- 16MB RAM
- 486-DX33
- VGA-kompatible Grafikkarte
- Maus o.ä.
- CD-ROM, falls nicht über das Netzwerk installiert wird.
- WINNT32.EXE
-
Wird nur verwendet, um ein Upgrade einer bereits installierten Windows
NT Version (3.51 oder 4.0) durchzuführen.
- WINNT.EXE
-
Zur regulären NT-Installation, auch von DOS oder Windows 95 aus.
Optionen |
/B |
Bootdateien werden auf die Festplatte geschrieben, statt Bootdisketten
zu benutzen. Benötigt zusätzliche 4-5MB Plattenplatz.
|
/S |
Pfad der NT-Quelldateien definieren. Mehrere Pfade beschleunigen die
Installation.
|
/U |
Pfad der Antwortdatei zur unbeaufsichtigten Installation. Muß
zusammen mit /S verwendet werden. (/u:Antwortdatei)
|
/UDF |
ID des UDF-Abschnittes, der vom Setup anstelle des entsprechenden
Abschnittes der Antwortdatei verwendet wird. (/udf:id[,UDF-Datei])
|
/T |
Laufwerk für temporäre Dateien festlegen. (/t:tempdrive)
|
/OX |
Boot-Disketten werden erstellt. Zum Ersetzen beschädigter bzw. zum
Erstellen neuer Boot-Disketten.
|
/F |
Dateien werden beim Kopieren nicht überprüft. Kann die
Installation beschleunigen.
|
/C |
Beim Erstellen der Boot-Disketten wird nicht geprüft, ob genug
Platz ist.
|
/I |
Namen (kein Pfad) der Setup-Informationsdatei angeben. Standard ist
DOSNET.INF. Steuert die Ausführung des Setup-Programms.
(/i:inffile)
|
/L |
Protokolldatei $WINNT.LOG erstellen. Enthält Fehler, die während
des Kopiervorgangs in den temporären Ordner festgestellt wurden.
|
Wenn man Windows NT 4.0 über Windows 3.1x oder Windows NT 3.51
installiert, werden alle Benutzer-, Netzwerk- und Programmeinstellungen
übernommen. Es gibt keine Möglichkeit die Benutzer-, Netzwerk-
und Programmeinstellungen von Windows 95 zu übernehmen. Die
Installation von Windows NT 4.0 neben einem existierenden Windows 95 ist
möglich. Sämtliche Applikationen müssen in diesem Fall
für beide Betriebssysteme installiert werden.
- UNATTEND.TXT
-
Antwortdatei, beinhaltet Informationen, die normalerweise während
der Installation vom Benutzer gemacht werden müssen. Dadurch
läßt sich NT "unbeobachtet" installieren.
- $UNIQUE$.UDF
-
UDF - Uniqueness Database File, kann zusammen mit der Datei
"UNATTEND.TXT" verwendet werden und beeinhaltet zusätzliche
Informationen, wie Benutzer- oder Gruppenspezifische Einstellungen.
- FAT-Partition
-
Zuerst muß DOS gebootet werden. Mit dem Tool "SYS.COM"
wird auf der Systempartition ein neuer Bootrecord geschrieben. Danach
können alle Windows NT-Dateien und Verzeichnisse gelöscht
werden.
- NTFS-Partition
-
Die Partition muß formatiert werden, eine Deinstallation ist nicht
möglich.
Einstellungsmöglichkeit: Netzwerk-> Eigenschaften-> Dienste->
Server-> Eigenschaften
Minimale Speichernutzung |
10 gleichzeitige Netzwerkverbindungen |
Ausgeglichen |
64 gleichzeitige Netzwerkverbindungen (Default) |
Dateifreigaben |
Speichernutzung für Dateifreigaben optimiert |
Netzwerk Applikationen |
Speichernutzung für Netzwerkdienste optimiert (Stichworte: SQL,
PDC) |
Einstellungsmöglichkeit: Systemsteuerung-> System->
Leistungsmerkmale
- PAGEFILE.SYS
-
Auslagerungsdatei. Kann vergrößert oder verkleinert werden,
empfohlen sind physischer Hauptspeicher +12MB. Zur effektivsten Einstellung
(Geschwindigkeit) sollte die Auslagerungsdatei auf mehrere physische
Festplatten verteilt werden mit Ausnahme der System- und der Bootpartition.
Dadurch kann jedoch bei einem "Blue Screen" kein Speicherabbild
mehr erstellt werden. Im Betrieb kann die Größe durch Auslagerung
steigen, wird aber nicht sinken, sondern erst durch einen Neustart wieder
zurückgesetzt.
Durch Multiple Disk Sets kann die Leistungsfähigkeit von Festplattensystemen
gesteigert und/oder ein gewisses Maß an Fehlertoleranz gewährleistet
werden. Fehlertoleranz kann ein ordentliches Backup aber auf keinen Fall ersetzen.
Unter Windows NT 4.0 stehen folgende Verfahren als Software-Implementierung zur
Verfügung:
- Stripe Set ohne Parität (RAID 0)
-
Die Daten werden in 64KB großen Blöcken gleichmäßig auf
zwei oder mehr Festplatten verteilt, wobei keine Redundanz und damit keine
Fehlertoleranz erzeugt wird. Bei einem Defekt einer einzelnen Platte sind
die Daten des gesamten Stripe Sets verloren.
- Stripe Set mit Parität (RAID 5)
-
Die Daten werden in 64KB große Blöcke zerlegt und zusammen mit
Paritätsinformationen auf mindestens 3 und auf bis zu 32 Festplatten
verteilt. Jede Blockreihe über alle Platten enthält einen
Paritätsblock. Bei Ausfall einer einzelnen Platte können die
fehlenden Blöcke auch im laufenden Betrieb aus den restlichen
Blöcken der Reihe rekonstruiert werden.
- Disk Spiegelung (RAID 1)
-
Dupliziert eine Partition auf eine andere physische Festplatte und bietet
damit durch die Verdoppelung der Daten Fehlertoleranz, falls eine der Platten
ausfällt.
- Disk Duplizierung (RAID 1)
-
Dieses Verfahren entspricht der Disk Spiegelung mit dem Unterschied, daß
für jede Platte ein eigener Controller verwendet wird. Der zusätzliche
Controller sichert den Betrieb auch bei einem Controller-Schaden.
- Datenträgersatz
-
Mehrere kleine Partitionen werden zu einer logischen großen Partition
zusammengefaßt. Es existiert keine Fehlertoleranz, fällt eine
Platte aus, ist der gesamte Datenträgersatz verloren.
Die System- und die Bootpartition dürfen sich nicht auf einem Stripe
Set oder einem Datenträgersatz befinden, aber auf einem Spiegel- oder
einem Duplexsatz.
Methode |
Kosten pro MB |
Geschwindigkeit |
Wiederherstellung |
Stripe Set ohne Parität |
Normal, keine Redundanz
|
Es können mehrere Platten gleichzeitig gelesen und geschrieben
werden.
|
Von Backup |
Stripe Set mit Parität |
Je mehr Platten desto kostengünstiger, da effektiv nur eine Platte
für die Parität verwendet wird.
|
Beim Schreiben muß die Parität erzeugt werden.
Bei Ausfall einer Platte müssen beim Lesen die fehlenden Daten
berechnet werden.
|
Neue Festplatte(n) installieren, NT booten.
Eine Platte defekt: Regenerierung im Festplattenmanager
auswählen.
Mehrere Platten defekt: Von Backup wiederherstellen.
|
Spiegelung Duplizierung |
Doppelt so hoch wie bei einer einzelnen Partition, da alle Daten zweimal
vorliegen.
|
Alle Daten müssen zweimal geschrieben werden. |
Neue Festplatte installieren, NT booten (ggf. die Datei BOOT.INI anpassen).
Im Festplattenmanager Disk Spiegelung aufheben, Disk Spiegelung neu
anlegen.
|
Datenträgersatz |
Normal, keine Redundanz
|
Es kann immer nur eine Platte gelesen/beschrieben werden. |
Von Backup |
|
|
|
FAT |
NTFS |
FAT16 ist kompatibel mit DOS und Win95. FAT32 wird von NT4.0 nicht
unterstützt.
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Schnellerer Zugriff bei Partitionen über 400MB, aber größerer
Overhead. Disketten können nicht mit NTFS formatiert werden, keine
Unterstützung durch DOS, Win3.x, Win95 und OS/2.
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Dateien und Verzeichnisse können nur die Standardattribute
Nur-Lesen (Read-Only), System, Versteckt (Hidden) und Archiv haben. Es
gibt keine Sicherheit bei lokalem Zugriff.
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Neben den Standardattributen existiert Sicherheit auf Dateiebene, auch
bei lokalem Zugriff.
|
Mit CONVERT.EXE ist eine Konvertierung nach NTFS jederzeit möglich.
|
Kann nicht nach FAT konvertiert werden. Die Partition muß gelöscht
und als FAT neu angelegt werden.
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Eine Defragmentierung ist möglich. Dazu muß mit einer DOS-Diskette
gebootet und DEFRAG.EXE gestartet werden.
|
Eine Defragmentierung ist nicht direkt möglich. Dazu muß die
Partition formatiert und von einem Backup wiederhergestellt werden.
|
Eine Datei, die von FAT nach NTFS verschoben wird, behält ihre
Attribute und einen langen Dateinamen.
|
Eine Datei, die von NTFS nach FAT verschoben wird, verliert ihre
Attribute und Sicherheitsbeschreibungen, ein langer Dateiname bleibt
erhalten.
|
Für ein Upgrade von NT3.51 HPFS müssen zuerst alle Partitionen
nach NTFS konvertiert werden, bevor das Betriebssystem upgegradet
wird.
- Freigabe-Berechtigungen
-
Regeln die Remote Benutzer-Zugriffe auf eine Ressource über das
Netzwerk, der lokale Zugriff wird nicht eingeschränkt. Können
auf NTFS- und auf FAT-Partitionen über die Freigabe-Option in den
Eigenschaften der jeweiligen Ressource eingerichtet werden.
- NTFS-Berechtigungen
-
Nur auf NTFS-Partionen verfügbar, bieten Sicherheit auf Verzeichnis-
und Datei-Ebene auch bei lokalem Zugriff. Können über die
Sicherheit-Option in den Eigenschaften der jeweiligen Ressource eingerichtet
werden.
Freigabe-Berechtigungen |
Vollzugriff |
- Standardmäßig der Gruppe Jeder zugeordnet.
- Erlaubt Benutzern die Inbesitznahme von Dateien und Verzeichnissen.
- Benutzer können Zugriffsrechte für Dateien ändern.
- Beinhaltet alle Rechte von Ändern und Lesen.
|
Ändern |
-
Benutzer können Dateien hinzufügen, erzeugen, ändern
und löschen.
- Datei-Attribute können geändert werden.
- Beinhaltet alle Rechte von Lesen
|
Lesen |
- Dateien können angezeigt und geöffnet werden.
- Datei-Attribute können angezeigt werden.
- Programm-Dateien können ausgeführt werden.
|
Kein Zugriff |
-
Benutzer können Dateien nicht anzeigen, nicht darauf zugreifen
und sie nicht ändern.
|
Die verschiedenen Benutzer- und Gruppen-Berechtigungen eines Benutzers
werden kombiniert, mit Ausnahme von Kein Zugriff, das immer gilt und alles
andere außer Kraft setzt. Sind für eine Ressource sowohl Freigabe-
als auch NTFS-Berechtigungen aktiviert, so gilt für den Benutzer die
effektive Berechtigung mit der größten Einschränkung.
Die Priorität der Attribute für eine Datei lautet: Datei -
Verzeichnis - Freigabe. Datei-Attribute überschreiben
Verzeichnis-Attribute, diese überschreiben Freigabe-Attribute.
- Datei erzeugen
-
Der Datei werden die Berechtigungen des Ziel-Verzeichnisses zugewiesen.
- Datei kopieren
-
Erzeugt eine Kopie im Zielverzeichnis, diese erhält die Berechtigungen
des Ziel-Verzeichnisses.
- Datei innerhalb derselben Partition verschieben
-
Es wird keine neue Datei erzeugt, sondern lediglich der Directory-Eintrag
umgebogen. Die Berechtigungen bleiben erhalten.
- Datei auf eine andere Partition verschieben
-
Erzeugt eine Kopie im Ziel-Verzeichnis und löscht die Quell-Datei.
Die Datei erhält die Berechtigungen des Ziel-Verzeichnisses.
Für Ziel- und Quell-Verzeichnis müssen die entsprechenden
Berechtigungen vorhanden sein.
Der Besitz einer Ressource kann nur übernommen, aber nicht übergeben
werden. Administratoren können den Besitz immer übernehmen.
Die Ressourcen-Überwachung wird im Benutzer-Manager aktiviert. Die
Ergebnisse der Überwachung können in der Ereignis-Anzeige betrachtet
werden. Nur Administratoren und Server-Operatoren können das
Sicherheits-Protokoll einsehen, aber standardmäßig kann jeder die
anderen Protokolle einsehen.
Nur Administratoren, Server-Operatoren und Hauptbenutzer können
Verzeichnisse auf einem NT Server freigeben.
- Berechtigungen (Permissions)
- Regeln die Zugriffe auf Ressourcen (Dateien, Drucker).
- Benutzerrechte
-
Erlauben das Ausführen von Aktionen im System (Erstellen von Konten,
Anmelden am lokalen Computer).
- Benutzerkonto (Account)
Konto für einen einzelnen Benutzer, der sich an der Domäne
anmelden kann.
Vordefinierte Benutzerkonten |
Administrator |
Systeminternes Konto zur Verwaltung der gesamten Computer- und
Domänenkonfiguration.
|
Gast |
Systeminternes Konto für gelegentliche Benutzer,
standardmäßig deaktiviert.
|
Zum Erzeugen eines neuen Benutzerkontos werden lediglich Benutzername
und Kennwort benötigt. Zum Kopieren eines Kontos wird zusätzlich
der vollständige Name benötigt. Beim Kopieren bleiben für
den neuen Benutzer alle Gruppenmitgliedschaften und die entsprechenden
Gruppenberechtigungen und -rechte des alten Benutzers erhalten, alle
Benutzer-spezifischen Berechtigungen und Rechte gehen verloren.
Ein Konto sollte deaktiviert werden, wenn jemand anders die Stelle des
Benutzers übernimmt oder der Benutzer später wiederkommen
könnte. Ein Konto sollte nur gelöscht werden, wenn dies aus
Platzgründen oder aus organisatorischen Gründen unbedingt
notwendig ist.
- Globale Gruppe
Enthält Benutzer mit ähnlichen Rechten und Bedürfnissen,
dienen zur strukturellen Organisation der Domänenbenutzer nach
Funktion oder Standort. Können nur mit dem Benutzer-Manager für
Domänen auf dem PDC erzeugt werden und nur Benutzer aus der jeweiligen
Domäne enthalten.
Vordefinierte globale Gruppen |
Domänen-Admins |
Enthält Benutzerkonto Administrator |
Domänen-Gäste |
Enthält Benutzerkonto Gast |
Domänen-Benutzer |
Enthält Benutzerkonto Administrator; alle neu angelegten Benutzer
werden automatisch hinzugefügt.
|
Globalen Gruppen können Zugriffsberechtigungen erteilt werden, dies
ist jedoch nicht empfohlen. Globale Gruppen haben keine vordefinierten
Benutzerrechte.
- Lokale Gruppe
Wird zur Regelung des Zugriffs auf Ressourcen verwendet. Kann auf jedem
NT System erzeugt werden und Benutzer des lokalen Computers sowie Benutzer
und globale Gruppen der eigenen und aus vertrauten Domänen enthalten.
Vordefinierte lokale Gruppen |
Konten-Operatoren |
Nur auf DC: Erstellen, Löschen und Ändern von Benutzern,
globalen und lokalen Gruppen.
|
Server-Operatoren |
Nur auf DC: Freigeben von Festplattenressourcen, Sichern und
Wiederherstellen des Servers.
|
Druck-Operatoren |
Nur auf DC: Installieren und Verwalten von Netzwerkdruckern. |
Benutzer |
Alle lokalen (in der lokalen Verzeichnisdatenbank enthaltenen)
Benutzerkonten sind Standard-Mitglied.
|
Administratoren |
Lokaler Benutzer Administrator ist Standard-Mitglied. Ausführen
aller Verwaltungsaufgaben auf dem lokalen Computer, auf DC auch aller
Verwaltungsaufgaben der Domäne.
|
Gäste |
Lokaler Benutzer Gast ist Standard-Mitglied. Können keine
dauerhaften Änderungen an ihrer lokalen Umgebung vornehmen.
|
Sicherungs-Operatoren |
Sichern und Wiederherstellen von Dateien auf dem lokalen Computer mit
der Windows NT Bandsicherung.
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Hauptbenutzer |
Erstellen und Ändern von Konten und Ressourcenfreigabe auf dem
lokalen Computer. Ist nur auf Mitglieds-Servern und auf Windows NT
Workstation verfügbar.
|
Replikations-Operator |
Wird vom Verzeichnisreplikationsdienst verwendet. |
- Systemgruppen
Die Mitgliedschaft in Systemgruppen wird automatisch geregelt und kann
nicht gesteuert werden.
Jeder |
Enthält alle lokalen und Remote-Benutzer einschließlich
Gäste mit Verbindung zum Computer. Dieser Gruppe können
Rechte und Berechtigungen erteilt werden. Für die meisten
Ressourcen hat diese Gruppe als Standard Vollzugriff!
|
Ersteller-Besitzer |
Enthält Benutzer, der eine Ressource erstellt oder deren Besitz
übernommen hat.
|
Netzwerk |
Enthält alle aktuell mit einer Ressource verbundenen
Remote-Benutzer.
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Interaktiv |
Enthält alle lokal angemeldeten Benutzer. |
Die Ressourcenzugriffe sollten nach dem AGLP-Prinzip (Account - Global -
Local - Permission) geregelt werden: Alle Benutzer, die Zugriff auf eine
Ressource benötigen, werden in einer globalen Gruppe zusammengefasst.
Für die Ressource wird eine lokale Gruppe angelegt, dieser wird die
globale Gruppe hinzugefügt. Der lokalen Gruppe werden die
Zugriffsberechtigungen erteilt.

|
|
|
- SLIP - Serial Line Internet Protocol
-
Serielle TCP/IP-Verbindung. Hat weniger Overhead als PPP, unterstützt
aber außer TCP/IP keine anderen Protokolle. DHCP/WINS können
nicht verwendet werden, Kennworte werden unverschlüsselt
übertragen. Der Windows NT RAS-Server beinhaltet keine
SLIP-Server-Komponente.
- PPP - Point-to-Point Protocol
-
Unterstützt Verschlüsselung, Kompression und weitere Protokolle
neben TCP/IP (Windows NT: TCP/IP, NetBEUI und IPX/SPX).
- MP - PPP-Multilink-Protocol
-
Kann mehrere physische Verbindungen (Modems) zu einer logischen zusammen
fassen, um die Bandbreite zu erhöhen. Auf dem DFÜ-Client und
auf dem RAS-Server muß jeweils MP aktiviert sein.
RAS unterstützt Rückrufsicherheit, d.h. die Verbindung wird
unterbrochen und der Client vom Server über eine festgelegte Telefonnummer
zurückgerufen. MP wird nur unterstützt, wenn mehrere ISDN-Modems mit
derselben Telefonnummer konfiguriert werden.
NetBEUI wird als Standard-Protokoll verwendet. Um Programme zu benutzen,
die Windows Sockets (WinSock) verwenden, muß TCP/IP benutzt werden. Alle
auf dem Computer installierten Protokolle sind automatisch RAS-fähig, wenn
der RAS-Dienst installiert und konfiguriert wird.
Um die NetBIOS Namensauflösung auf den RAS-Clients zu beschleunigen,
kann ein LMHOSTS-File auf jedem Client angelegt werden.
Zur Problembehebung können RAS-Zugriffe mit PPP geloggt werden. Dies
muß in der Registry aktiviert werden.
RAS-Verschlüsselung |
Echtheitsbestätigung auch als unverschlüsselten Text |
Es können eine Reihe von Protokollen zur Echtheitsbestätigung
von Kennworten verwendet werden, einschließlich PAP (Password
Authentication Protocol), das die Kennworte im Klartext
überträgt.
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Nur verschlüsselte Echtheitsbestätigung |
Erlaubt jede RAS-Echtheitsbestätigung außer PAP.
|
Nur Microsoft-verschlüsselte Echtheitsbestätigung |
Erlaubt nur Microsoft CHAP (Challenge Handshake Authentication Protocol).
Wird von allen MS Betriebssystemen unterstützt.
|
Datenverschlüsselung fordern |
Nur mit CHAP: Verschlüsselt alle über die RAS-Verbindung
gesendeten Daten.
|
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- NWLink
-
Die Microsoft-Implementierung von IPX/SPX, ermöglicht Windows NT die
Kommunikation mit NetWare-Servern und -Clients. Unterstützt Windows
Sockets für NetWare-Anwendungen, die die NetWare IPX/SPX-Sockets-API
verwenden, und NetBIOS für Novell NetBIOS-Packets. Für diese
Anwendungen wird nur NWLink benötigt.
- CSNW - Client Services for NetWare
-
Ermöglicht einem Windows NT System den Zugriff auf Datei- und
Druckressourcen auf einem NetWare-Server.
- GSNW - Gateway Services for NetWare
-
Nur auf NT Server, ermöglicht den Zugriff auf Datei- und
Druckressourcen auf einem NetWare-Server. Der NT Server arbeitet als
Gateway für MS-Clients. Auf dem NetWare-Server muß ein
Benutzerkonto mit demselben Namen und Kennwort des NT-Kontos eingerichtet
werden, dem die Zugriffsberechtigungen erteilt werden. Außerdem wird
ein Gruppenkonto namens NTGATEWAY benötigt, dem das Benutzerkonto
hinzugefügt wird.
Bei der Installation von GSNW werden automatisch CSNW und NWLink
installiert.
- FPNW - File and Print Services for NetWare
-
Add-On, nicht in Windows NT enthalten. Ermöglicht NetWare-Clients
den Zugriff auf NT Server Ressourcen.
Die Rahmentypen des NWLink Protokolls auf dem NT-System und des
NetWare-Sytems müssen übereinstimmen, ansonsten gibt es
Verbindungsprobleme. Werden mehrere Rahmentypen benutzt, sollten sie manuell
konfiguriert werden. Eine automatische Erkennung ist möglich, es wird
aber nur ein Rahmentyp in der folgenden Reihenfolge erkannt:
802.2; 802.3; Ethernet-II; 802.5 (Token Ring).
NetWare 3.x Server benutzen die Bindery Emulation (bevorzugter Server in
CSNW), NetWare 4.x Server benutzen die NDS (NetWare Directory Services). Zur
Änderung eines Kennwortes auf einem NetWare Server gibt es zwei
Möglichkeiten: SETPASS.EXE und die Option zum Ändern des Kennwortes
im STRG-ALT-ENTF Dialog (nur unter NetWare 4.x mit NDS).
Für die Migration eines NetWare Servers auf einen NT Server müssen
NWLink und GSNW auf dem NT Server installiert sein. Ist FPNW installiert,
können außerdem die Anmeldeskripte übernommen werden. Nach
der Migration muß auf allen NetWare-Clients der Microsoft (SMB)
Redirector installiert werden, um den Clients den Zugriff auf den NT Server
zu ermöglichen, falls nicht die FPNW vorhanden sind.
Standardmäßig werden Benutzerkonten des NetWare Servers, die
denselben Namen eines Benutzerkontos auf dem NT Server haben, nicht
übertragen. Mit einer Mapping Datei kann festgelegt werden, ob dem
NW-Benutzerkonto ein neuer Name zugewiesen oder das NT-Konto überschrieben
wird. Damit kann auch die Behandlung der Konten festgelegt werden, wenn mehrere
NW Server konvertiert werden, auf denen mehrere Konten mit demselben Namen
liegen. Die Kennworte, die bei der Übernahme gelöscht werden,
können damit erhalten werden.
- DNS - Domain Name System
-
Auflösung von DNS Hostnamen in IP-Adressen.
- WINS - Windows Internet Naming Service
-
Auflösung von NetBIOS Computernamen in IP-Adressen.
- HOSTS
-
Datei, die die Auflösung von DNS Hostnamen in IP-Adressen
enthält.
- LMHOSTS
-
Datei, die die Auflösung von NetBIOS Computernamen in IP-Adressen
enthält.
Das Internet-Protokoll. Dieses Protokoll wird mittlerweile von fast allen
neuen Netzwerk-Betriebssystemen unterstützt. Es ist der
"Quasi-Protokoll-Standard". UNIX-Systeme benutzen TCP/IP.
- IP-Adresse
-
Jeder Computer, der TCP/IP benutzt, muß im Netzwerk eine eindeutige
IP-Adresse der Form x.x.x.x (x zwischen 0 und 255 einschließlich)
besitzen. Die IP-Adresse besteht aus 2 Teilen: Netzwerk-ID und Host-ID.
- Subnet-Maske
-
Wird mit der IP-Adresse verknüpft, um die Netzwerk-ID von der Host-ID
zu trennen.
- Standard-Gateway
-
Anhand der Netzwerk-ID von Quell- und Zielrechner wird überprüft,
ob sich der Zielrechner im lokalen Netz oder Remote befindet. Ist er lokal
werden die Daten ins lokale Netz gesendet, ist er Remote werden die Daten
an das Standard-Gateway geschickt (meistens eine Bridge oder ein Router).
Die meisten TCP/IP-Probleme werden durch inkorrekte Subnet-Masken und
Standard-Gateways verursacht.
Werden in einem TCP/IP-Netz durch eine Benutzergruppe Bandbreitenprobleme
verursacht, kann ein separates physikalisches Subnetz angelegt werden, indem
auf dem Server eine zweite Netzwerkkarte mit einem weiteren Hub installiert
wird, und alle betroffenen Benutzer an diesen Hub angeschlossen werden.
Zusätzlich zu einem DNS-Server kann ein WINS-Server installiert werden,
um den Netzwerkverkehr durch B-Knoten Rundsendungen zu vermindern.
NetBEUI ist ein nicht routbares Protokoll, das nur von Microsoft
Betriebssystemen benutzt wird.
UNC (Universal Naming Convention) stellt in Microsoft-Systemen Netzwerk-Pfade
der Form "\\Computername\Freigabename" zur Verfügung.
Computername ist der NetBIOS-Name des Computers, Freigabename der Name der
Freigabe.
Trap-Nachrichten werden mittels SNMP (Simple Network Management Protocol)
verschickt.
DHCP ist ein Protokoll, um Clients automatisch und dynamisch IP-Adressen
zuzuweisen, sowie weitere Konfigurationsparameter: Subnet-Mask, IP-Adressen
der Standard-Gateways, WINS- und DNS-Server, etc.
Dazu können IP-Adress-Bereiche für ein Subnetz definiert werden.
Die Parameter können über die Bereichs-Optionen zugewiesen werden.
Es gibt drei Arten von Bereichs-Optionen:
- Global
-
Diese Einstellungen gelten für alle definierten Bereiche im DHCP-Server.
- Bereich
-
Diese Einstellungen gelten für den ausgewählten Bereich und
überschreiben die Global-Einstellungen.
- Client
-
Diese Einstellungen gelten nur für den spezifischen Client und
überschreiben die Bereich-Einstellungen.
Für DHCP-Clients kann eine statische IP-Adresse reserviert werden. Dies
empfiehlt sich bei WINS-Servern und Standard-Gateways.
Die Kommunikation zwischen DHCP-Clients und DHCP-Servern geschieht über
BOOTP-Rundsendungen. Um DHCP in einem Subnetz ohne DHCP-Server nutzen zu
können, gibt es zwei Möglichkeiten:
-
RFC 1542 konforme Router, bei denen die BOOTP-Rundsendungs-Weiterleitung
aktiviert wird.
-
DHCP-Relay-Agenten im jeweiligen Subnetz, die die DHCP-Rundsendungen
abfangen und gerichtet an einen DHCP-Server weiterleiten. Die Antwort
des DHCP-Servers senden sie zurück ins Subnetz.
Mit IPCONFIG kann die Konfiguration angezeigt und erneuert werden.
| IPCONFIG Optionen |
IPCONFIG |
Zeigt die Basiskonfiguration an: IP-Adresse, Subnet-Mask und
Standard-Gateway.
|
IPCONFIG /ALL |
Zeigt eine ausführliche Übersicht der IP-Konfiguration.
|
IPCONFIG /RELEASE |
Gibt die aktuelle IP-Lease beim DHCP-Server frei.
|
IPCONFIG /RENEW |
Erneuert die IP-Lease beim DHCP-Server bzw. fordert eine neue an.
|
WINS ist die Microsoft-Implementierung eines NetBIOS Name Servers (NBNS).
Es handelt sich um eine dynamische Datenbank auf einem Windows NT
Server, die NetBIOS-Namen in IP-Adressen auflöst.
Die WINS-Clients melden ihre NetBIOS-Namen zusammen mit ihrer IP-Adresse
beim WINS-Server an. Für je 10.000 WINS-Clients wird ein primärer
Server und ein sekundärer Backup-Server empfohlen.
Die Datenbanken der WINS-Server können untereinander repliziert werden.
Dazu kann ein WINS-Server als Push- oder als Pull-Partner oder als beides
konfiguriert werden.
- Push
-
Der Server sendet seine Datenbank-Änderungen, sobald eine in der
Push-Konfiguration vordefinierte Anzahl an Änderungen erreicht ist.
Dies kann Netzwerkverkehr zum falschen Zeitpunkt erzeugen und ist
insbesondere über langsame WAN-Verbindungen nicht empfohlen.
- Pull
-
Der Server holt Datenbank-Änderungen zu einem in der Pull-Konfiguration
vordefinierten Zeitpunkt oder in regelmäßigen Intervallen ab.
Dies sollte für WAN-Verbindungen verwendet werden, da der Zeitpunkt
auf Zeiten mit geringem Netzwerkverkehr gelegt werden kann.
Mit einem WINS-Proxy-Agenten, der nicht selbst ein WINS-Server sein darf,
kann für Nicht-WINS-Clients eine WINS-Unterstützung eingerichtet
werden. Der Proxy fängt B-Knoten Rundsendungen ab. Zunächst prüft
er seinen lokalen NetBIOS-Cache auf den gesuchten Namen. Steht er dort nicht
drin, wird die Anforderung an einen WINS-Server weitergeleitet. Der Proxy
leitet die Antwort des Servers wiederrum zurück an den Nicht-WINS-Client.
Die NetBIOS-Namen von Nicht-WINS-Computern können manuell in die
WINS-Datenbank eingetragen werden. LMHOSTS-Dateien, die vor der Konfiguration
des WINS-Servers verwendet wurden, können importiert werden.
Profile werden bei der Anmeldung eines Benutzers geladen und enthalten
die Einstellungen des Desktops und des Startmenüs für diesen
Benutzer. Sie können lokal gespeichert werden, oder zentral auf einem
Server (servergespeichertes Profil), der im Benutzer-Manager angegeben wird.
NTUSER.DAT und *.DAT-Dateien sind typische, Benutzer-konfigurierbare
Profile. NTUSER.MAN und *.MAN-Dateien (mandatory - vorgeschrieben) sind
Nur-Lese-Profile. Änderungen, die der Benutzer am Desktop vornimmt,
bewirken keine Änderung der *.MAN-Datei. Das ursprüngliche Profil
wird bei der nächsten Anmeldung wiederhergestellt. Ein
Benutzer-konfigurierbares Profil kann in ein verbindliches Profil umgewandelt
werden, indem NTUSER.DAT in NTUSER.MAN umbenannt wird.
Benutzerprofile können unter Systemsteuerung -> System ->
Benutzerprofile kopiert werden.
Richtlinien legen fest, was auf dem Desktop eines Benutzers angezeigt wird
und welche Aktionen er ausführen kann.
Richtlinien überschreiben Profile.
Benutzerrichtlinien überschreiben Gruppenrichtlinien.
Computerrichtlinien überschreiben alle Richtlinien.
Bei mehrfachen Gruppenrichtlinien werden sie in der Reihenfolge angewendet,
die im Richtlinieneditor (POLEDIT.EXE) festgelegt wurde.
Um eine domänenweit gültige Richtlinie festzulegen, kann sie mit
POLEDIT.EXE als NTCONFIG.POL in der NetLogon-Freigabe auf dem PDC gespeichert
werden. Bei der Anmeldung eines Benutzers wird von NetLogon geprüft, ob
hier eine Richtlinie existiert. Um diese Richtlinien mit weiteren Richtlinien
zu ergänzen, kann Copy und Paste im Richtlinieneditor verwendet werden.
Die Richtlinien-Datei für Windows 95 heißt CONFIG.POL.
|
|
|
- Druckgerät
- Physikalisches Gerät zur Druckausgabe.
- Druckgerät mit Netzwerkschnittstelle
- Druckgerät mit eigener Netzwerkkarte.
- Drucker
-
Software-Schnittstelle zwischen Betriebssystem und Druckgerät,
repräsentiert durch das Drucker-Icon. Durch Neu starten im
Dokumenten-Menü des Druckers kann der Druck eines Dokuments vom
Beginn neu gestartet werden, falls ein Fehler auftritt (Papierstau). Mit
Fortsetzen kann der Druck an der aktuellen Stelle fortgesetzt werden.
- Druckserver
-
Computer mit Drucker-Software zur Bearbeitung der Druckaufträge von
den Clients.
- Warteschlange
- Reihe von Druckaufträgen.
- Druck-Spooler
-
DLLs für den Empfang, die Verarbeitung und die Ausführung von
Druckaufträgen, schreiben in die Spool-Datei. Das Verzeichnis der
Spool-Datei kann in den Optionen der Server-Eigenschaften des Druckers
geändert werden. Ein hängengebliebener Spooler kann durch Beenden
und Neustart des Spooler-Dienstes wieder aktiviert werden.
- Drucker-Pool
-
Drucker, dem über mehrere Anschlüsse des Druck-Servers mehrere
identische Druckgeräte zur Verfügung stehen.
- Priorität
-
Wenn mehrere Drucker auf demselben Druck-Server über denselben
Anschluß ein Druckgerät steuern, kann über die
Priorität festgelegt werden, welcher Drucker zuerst drucken kann. Der
Bereich liegt von 1 bis 99 mit 1 als niedrigster und 99 als höchster
Priorität.
Treiber können auf dem Druck-Server installiert werden. Jedes
Betriebssystem benötigt einen eigenen Treiber, auch bei unterschiedlichen
Versionen (z.B. NT 3.51 und NT 4.0). Windows NT 3.51 und 4.0 Clients laden
aktualisierte Treiberversionen automatisch vom Druck-Server. Windows 95
lädt den Treiber nur beim ersten Drucken vom Druck-Server,
Aktualisierungen werden nicht automatisch übernommen. Für Windows
3.x und DOS müssen die Treiber manuell auf dem Client installiert werden.
Auf Nicht-MS-Clients müssen die passenden Treiber manuell installiert
werden, auf dem Druck-Server muß der passende Dienst laufen: Mac:
Services for Macintosh (SFM); NetWare: FPNW; UNIX: TCP/IP-Druckdienst.
Zum Drucken an einem TCP/IP-Drucker wird die IP-Adresse und der Druckername
benötigt. Das DLC-Protokoll muß installiert sein, um eine Verbindung
zu einem HP Druck-Server herstellen zu können. Das AppleTalk-Protokoll
wird zur Kommunikation mit Apple Druckern benötigt.
- PCL.SEP
- Trennseite, schaltet von PostScript nach PCL um.
- PSCRIPT.SEP
- Trennseite, schaltet von PCL nach PostScript um.
Um einen Mitglieds-Server in einen BDC oder PDC umzuwandeln, oder einen
BDC oder PDC in einen Mitglieds-Server umzuwandeln, muß NT Server neu
installiert werden.
Im Server-Manager kann ein BDC zu einem PDC aufgestuft werden. Es gibt keine
Möglichkeit, einen PDC zu einem BDC abzustufen. Ein im Netzwerk
vorhandener PDC wird automatisch deaktiviert, der Rest läuft
automatisch.
Ein BDC wird sich nicht automatisch zum PDC aufstufen, falls dieser
ausfällt. Anmeldungen werden weiterhin über den/die BDC/s vorgenommen,
solange der PDC nicht erreichbar ist.
Die Synchronisierung zwischen den Domänen-Controllern kann in der
Registrierung gesteuert werden, falls sie zu viel Netzwerkverkehr erzeugt und
das Netz verlangsamt. Um den Verkehr zu reduzieren, kann der Pulse in
der Registrierung des PDCs erhöht werden (Standard 5min), die
PulseConcurrency kann erniedrigt werden (Anzahl der gleichzeitig
synchronisierten BDCs, Standard 20). Der ReplicationGovernor gibt an,
wieviel Prozent der Bandbreite für die Synchronisierung verwendet werden
kann (Standard 100).
Alle NT-Systeme unterstützen den Suchdienst. Der Hauptsuchdienst
pflegt eine Suchliste mit allen Workstations, Servern und Domänen im
Netz. Es gibt immer nur einen Hauptsuchdienst pro Subnet. Der PDC ist
standardmäßig der Domänenhauptsuchdienst. Alle BDCs werden
Sicherungs- Domänenhauptsuchdienste und können den
Domänenhauptsuchdienst übernehmen, falls der PDC ausfällt.
Alle Mitglieds-Server und NT Workstations können Hauptsuchdienst oder
Sicherungssuchdienst werden.
| Registrierung: MaintainServerList |
NO |
Nicht-Suchdienst, Rechner übernimmt keine Suchdienst-Funktion. |
YES |
Kann Suchdienst übernehmen (Standard Server). |
AUTO |
Potentieller Suchdienst (Standard Workstation). |
Zum Erstellen einer Startdiskette muß diese unter Windows NT
formatiert werden (Win 95 und DOS funktionieren nicht). Die Dateien NTLDR,
NTDETECT.COM, BOOT.INI und NTBOOTDD.SYS (nur bei SCSI-Systemen) müssen
darauf kopiert werden.
Eine Notfalldiskette kann während der Installation von NT erstellt
werden, oder nachträglich mit RDISK.EXE. Mit der Option /S werden
zusätzlich die Verzeichnisdatenbank und die Sicherheitsdateien gesichert.
Um die Notfalldiskette zu benutzen, muß der Server mit der NT
Installations-Diskette gestartet werden. Es kann dann die Reparatur einer
bestehenden NT-Installation mit der Notfalldiskette ausgewählt werden.
Ein Booten von der Notfalldiskette ist nicht möglich. Der Reparaturprozess
kann:
-
die Registrierungs-Dateien prüfen und auf den Stand der
Notfalldiskette zurückbringen,
- die Start-Umgebung prüfen,
- die System-Dateien prüfen und
- den Bootsektor prüfen.
Um Probleme während des Startvorgangs zu erkennen, kann in BOOT.INI
die Option /SOS an das Ende der Windows NT Einträge im [Operating Systems]
Bereich hinzugefügt werden, um die gerade geladenen Treiber anzuzeigen.
Der VGA-Eintrag enthält die Option als Standard.
Mit der Last Known Good-Option kann das System in einen startbaren Zustand
zurück gebracht werden, wenn es Probleme mit neuen Grafiktreibern oder
geänderten Registrierungseinträgen gibt. Last Known Good wird nach
erfolgreicher Anmeldung mit der aktuellen Konfiguration
überschrieben.
In der Systemsteuerung -> System -> Starten/Herunterfahren gibt es
Optionen, um bei einem Stop-Fehler ein Speicherabbild in eine .DMP-Datei zu
schreiben. Diese kann von DUMPEXAM.EXE gelesen werden. Dazu muß die
Auslagerungsdatei auf der Bootpartition liegen und mindestens so groß
wie der physikalische Hauptspeicher sein.
ARC-Pfade (Advanced Risc Computing) werden in der BOOT.INI verwendet und
von NTLDR benutzt, um das Laufwerk festzulegen, auf dem sich das Betriebssystem
befindet.
multi(x) scsi(x) |
Legt den Hardware-Adapter / Festplatten-Controller fest. scsi
wird nur bei SCSI-Controllern mit deaktiviertem SCSI-BIOS verwendet,
ansonsten multi. x = Ordnungszahl des Adapters (0..n).
|
disk(y) |
SCSI-Busnummer (SCSI-ID). Bei multi immer 0.
|
rdisk(z) |
Ordnungszahl der Platte. z = 0/1 am primären Controller, z = 2/3
am sekundären EIDE-Controller. Bei scsi immer 0.
|
partition(a) |
Nummer der Partition (a = 1..n).
|
multi(0)disk(0)rdisk(0)partition(1) ist der kleinstmögliche Wert.
Der Systemmonitor dient zum Überwachen der Aktivitäten der
Systemressourcen. Für die entsprechende Resource sollte ein Upgrade bzw.
eine Optimierung durchgeführt werden, wenn es dauerhafte Probleme mit den
folgenden Werten gibt.
| Speicher |
Seiten/sec |
Ausgelagerte Seiten pro Sekunde |
< 20 |
Verfügbare Bytes |
Zur Verfügung stehender freier realer Speicher |
> 4MB |
Bytes zugesichert |
Verwendeter virtueller Speicher |
< RAM |
Nichtauslagerungsseiten |
Speicher, der nicht ausgelagert werden darf |
- |
| Prozessor |
%Prozessorzeit |
Anteil der Zeit, die der Prozessor ausgelastet ist |
< 75% |
%Privilegierte Zeit |
Zeit für Betriebssystemdienste |
< 75% |
%Benutzerzeit |
Zeit für Benutzerdienste |
< 75% |
System: Prozessor-Warteschlangenlänge |
Anforderungen in der Warteschlange des Prozessors |
< 2 |
| Festplatte |
DISKPERF -y |
Aktiviert Leistungsstatistik des lokalen Rechners, Neustart erforderlich.
|
DISKPERF -y \\Server |
Aktiviert Leistungsstatistik eines Remote-Rechners, Neustart erforderlich.
|
DISKPERF -ye |
Aktiviert erweiterte Leistungsstatistik für RAID-Systeme.
|
%Zeit |
Zeit für Festplattenaktivitäten |
< 50% |
Aktuelle Warteschlange |
Anzahl der wartenden E/A-Anforderungen |
0-2 |
| Systemmonitor-Ansichten |
Warnungen |
Warnungen, wenn Datenquellen Werte über- oder unterschreiten. |
Diagramm |
Zeitlicher Verlauf von Datenquellen-Werten. |
Report |
Aktuelle Werte von Datenquellen. |
Protokoll |
Datenquellen-Werte werden für eine spätere Analyse auf der
Festplatte aufgezeichnet, z.B. für Basislinien.
|
Mit dem Netzwerkmonitor kann der Netzwerkverkehr von und zu einem Computer
gesammelt und analysiert werden. Dazu stehen Filterfunktionen zur
Verfügung, um nur bestimmte Rahmentypen oder Rahmen von bestimmten Quellen
zu sammeln und anzuzeigen.
Um alle Rahmen im Netzsegment zu sammeln, muß der Promiscuous-Modus
aktiviert werden, ansonsten werden nur die für diesen Rechner bestimmten
Rahmen gesammelt. Dies erhöht jedoch die Rechnerauslastung erheblich.
Eine falsche Einstellung für die Polarität der Spannungen (z.B.
Positiv statt Negativ) kann die korrekte Funktion des USV-Dienstes verhindern.
Anstelle von Warnmeldungen und einem sauberen Systemabschluß wird der
Rechner abrupt ausgeschaltet, wenn die USV leer ist.
Wenn ein Standard RS-232-Kabel anstelle des speziellen USV-Kabels verwendet
wird, kann es zu nicht vorhersehbaren Effekten bis hin zum Systemabsturz
(Blue Screen) kommen.
Inhaltlicher Stand: 1999-10-20
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